Bruno Wawrzik †

Bruno war Gründungsmitglied der Schwarzen Elf, d.h. er gehörte zu der Riege junger Männer, die um das Jahr 1954 im Kolpinghaus in Schweinfurt beschloss: wir machen was mit Fasching!

Das Kolpingwort: „ Wir brauchen, frische, fröhliche junge Menschen, die noch den Mut der Hoffnung in sich tragen aus sich etwas zu machen in der Welt“ beschreibt vielleicht den Geist dieses Aufbruchs, den Antrieb der damaligen Zeit ganz gut.

Bruno war in dieser Gründungszeit von Anfang an einer, der, als diese Faschingslokomotive Fahrt aufnahm zwar nicht in der Lokführerkabine saß, nicht in der ersten Reihe stand, aber doch als Weichensteller dafür sorgte, dass die Richtung paßte und dass dieser Zug auch immer am Laufen blieb. Sein Gespür für die richtigen Leute, am richtigen Platz, Hans Driesel und Peter Kuhn gehen mit auf sein „Werberkonto“, ist dabei ebenso zu benennen, wie seine Kreativität und Fantasie für Dinge, Geräte, Materialien, die wir doch bei der Schwarzen Elf für Deko oder den Aufbau so gut gebrauchen konnten.

Was heutzutage als sogenanntes „vernetztes Denken“ in Führungspositionen als dringend erforderlich gelehrt und trainiert wird, hatte Bruno in seinem Wesen verinnerlicht. Bruno war mehrdimensional, einer der über den Tellerrand hinausdachte und auch sein Wissen aus den vielen Bereichen, in denen er aktiv war, verknüpfte und so für alle viel Positives generierte.

Er war dadurch natürlich auch Kritiker, bisweilen Mahner, der mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hielt. Im positiven Sinn gefürchtet, war seine Kritik während der Generalprobe, am Abend vor der ersten Sitzung. Da konnte es schon passieren, dass er in seiner trockenen Art sagte:“Die Nummer is net schlecht, wenn se jetzt noch lustig wär, könnt’s vielleicht was wern!“

Genauso schön war es aber auch, sein zufriedenes Lachen zu sehen, oben auf dem Balkon, wenn er nach der erfolgreichen, gelungenen Sitzung voller Stolz auf „seine“ vielen jungen Leute sah.

Diesem Wesenszug als aktiver Begleiter und gern gehörter Berater blieb er bis zuletzt treu. Der Tradition verbunden, war sein Blick trotzdem stets nach vorne gerichtet, als Ratgeber war sein Bestreben nie verhindern sondern leiten, nicht spalten sondern bündeln von Kräften in die richtige Richtung.

Bruno Wawzik ist so ein bedeutender Teil der Geschichte der Schwarzen Elf geworden. In gleichem Maße aber auch Teil der Geschichten der Schwarzen Elf als graue Eminenz im Hintergrund, als treffsicherer Kommentator mit trockenem Humor, als zuverlässiger Helfer in allen Situationen. Wir trauern mit Bruno um einen guten, um einen besten Freund.

Wir sind von Herzen dankbar für die lange, für die gute gemeinsame Zeit mit ihm!


© Schwarze Elf

Zum 33-jährigen Jubiläum der Schwarzen Elf im Jahre 1987 stiftete Peter Lehmann von sich aus einen Spiegelorden in Gold.

Die Vorstandschaft beschäftigte sich mit dieser von ihr nicht bestellten Auszeichnung und erkannte sie schließlich offiziell an.


Der Spiegelorden in Gold sollte zur Erinnerung an Walter Zänglein unregelmäßig für besondere Verdienste verliehen werden. Trotzdem gab es in der Folgezeit lediglich zwei Preisträger: Sepp Ehrlitzer und Hans Driesel.

Warum der Preis danach nicht weiter verliehen wurde, ist unklar.
Heute wird er offiziell nicht mehr verliehen.

Weil man annahm, dass gerade bei der SKF Turn- und Tanzgruppe eine so hohe Fluktuation herrscht, dass die tanzenden Mädchen niemals auf elf Jahre Mitwirkung und somit auch nicht in den Genuss des Spiegelordens kommen, wurde für sie ab 1976 eine eigene Auszeichnung geschaffen.
Die (bereits seit 1971) offizielle Fünf-Mark-Gedenkmünze „Albrecht Dürer“ wurde gerahmt und mit einer Kette versehen.
Die Münze bekamen die Mädchen nach fünf Jahren aktiver Mitwirkung überreicht.
Der Orden wurde nicht mehr verliehen, als es die Gedenkmünzen nicht mehr zu kaufen gab.

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