Ludwig Paul sen. †

BERGRHEINFELD · Am 26.12.2015 verstarb nach kurzer schwerer Krankheit unser langjähriger Aktiver Ludwig Paul sen. Als Gründungsmitglied der Kolpingsfamilie Laufach bei Aschaffenburg sorgte er mit seinen damaligen Freunden schon dort für legendäre sogenannte "Bunte Abende". Hier stand er auf der Bühne, hier textete und schrieb er auch Sketche und gereimte Reden.

Zusammen mit seinem Freund Winfried Hain (bekannt aus "Fastnacht in Franken") sorgte er als Duo schon damals in den 50er- und 60er-Jahren in dem Spessartdorf für fastnachtliche Höhepunkte.

Durch beruflichen Wechsel kam er nach Schweinfurt. Hier fand er Ende der 70er-Jahre Anschlulss an die Kolpingsfamilie und war auch 1980 erstmals als Elferrat mit auf der Bühne der Schwarzen Elf. Als selbständiger Schreinermeister war seine tatkräftige und konstruktive Mithilfe beim Aufbau der Dekoration schnell geschätzt.

Der örtlichen Jungkolpinggruppe griff er mit gutem Rat und noch größerer Tatkraft beim Wagenbau für den Faschingszug unter die Arme. Außerdem unterstützte er seinen Sohn als jungen Büttenredner durch originelle und ausgefeilten Bau von Kulissen und Ausstattungen.

Als 1989 durch den Ausfall des SKF-Freizeitchores eine Gesangsgruppe im Programm fehlte, sprang er mit der gesamten Familie als "Die Eintagsfliegen" ein. Bis 2006, in insgesamt 18 Kampagnen, sorgte sein überragender Bass und seine unbeschwerte Fröhlichkeit für beste Unterhaltung auf der Bühne.

Auch seine Familie konnte er für die Fastnacht begeistern. Im Jahr 2003, als er den Till von Franken verliehen bekam, waren außer ihm noch zehn weitere, insgesamt im Laufe der Jahre 17 Mitglieder seiner Familie bei der Schwarzen Elf aktiv.

Auch nach der "Eintagsfliegenzeit" blieb er der Schwarzen Elf treu, unterstützte wo es ihm möglich war und war fast allabendlich stolzer und kritischer Begleiter des Geschehens.

Was ihn so sympathisch machte war seine unvoreingenommene Art, wie er allen, ob jung ob alt begegnete. In seiner uneingeschränkten Hilfsbereitschaft, seinem tatkräftigen Zupacken und seinem geradlinigen Wesen, war er Vorbild für viele. Er wird den vielen Menschen, besonders uns bei der Schwarzen Elf fehlern.

Wir trauern um unseren "Pauls Vadder" und sind dankbar für die vielen schönen Momente, die hilfsreichen Ratschläge und as gute Vorbild, das er uns gegeben hat


© Schwarze Elf
© Foto: Schwarze Elf
© Quelle: Schwarze Elf

Zum 33-jährigen Jubiläum der Schwarzen Elf im Jahre 1987 stiftete Peter Lehmann von sich aus einen Spiegelorden in Gold.

Die Vorstandschaft beschäftigte sich mit dieser von ihr nicht bestellten Auszeichnung und erkannte sie schließlich offiziell an.


Der Spiegelorden in Gold sollte zur Erinnerung an Walter Zänglein unregelmäßig für besondere Verdienste verliehen werden. Trotzdem gab es in der Folgezeit lediglich zwei Preisträger: Sepp Ehrlitzer und Hans Driesel.

Warum der Preis danach nicht weiter verliehen wurde, ist unklar.
Heute wird er offiziell nicht mehr verliehen.

Weil man annahm, dass gerade bei der SKF Turn- und Tanzgruppe eine so hohe Fluktuation herrscht, dass die tanzenden Mädchen niemals auf elf Jahre Mitwirkung und somit auch nicht in den Genuss des Spiegelordens kommen, wurde für sie ab 1976 eine eigene Auszeichnung geschaffen.
Die (bereits seit 1971) offizielle Fünf-Mark-Gedenkmünze „Albrecht Dürer“ wurde gerahmt und mit einer Kette versehen.
Die Münze bekamen die Mädchen nach fünf Jahren aktiver Mitwirkung überreicht.
Der Orden wurde nicht mehr verliehen, als es die Gedenkmünzen nicht mehr zu kaufen gab.

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