Totengedenken 2003

Wir sind heute hier, um nach gutem Brauch, während der Faschingskampagne, unserer verstorbenen Mitstreiter und Helfer zu gedenken. Wie gesagt, nach gutem Brauch und nicht etwa aus Gewohnheit, ein feiner, doch wichtiger Unterschied. Dabei soll niemand besonders herausgehoben werden, keine Taten im besonderen gewürdigt, werden, denn man würde den Verstorbenen schwerlich gerecht werden können. Denn, die Auswahl der Personen, die Auflistung der Leistungen, sie könnte nie richtig und vollständig sein, denn mehr als in jedem anderen Verein wird bei uns Arbeit im Stillen, im Hintergrund gemacht, ohne großes Aufhebens, vieles ohne dass je ein anderer davon erfährt.

Deshalb wollen wir im Gedenken an die Toten nicht für die Einzelleistung danken, sondern für den Geist, den sie uns vermittelt haben, der unsere Gemeinschaft prägt. Den Geist der Freude am Freude bereiten, dem Geist des Einsatzes für die Sache und dem Geist der Freundschaft und des Zusammenhalts.

Schwarze Elf ist mehr als ein Verein, es ist eine Einstellung.

Diese haben unsere Verstorbenen mitgeprägt oder zumindest mitgetragen, das eine so wichtig wie das andere, jeder wie es ihm seine ihm mitgegebenen Fähigkeiten gestatteten. So stehen wir hier, um daran, und unserer Verstorbenen zu gedenken.

Ich denke hier besonders an Herbert Heidrich, der uns im letzten Jahr verlassen hat. Beim Besuch zu seinem 70. Geburtstag war dieser Geist deutlich zu spüren. Ohne dass man je zusammen mit ihm auf der Bühne, oder sonstige Dinge gemeinsam gemacht hätte, fühlte man sich einig, zusammengehörig, als hätte man all die Zeit gemeinsam erlebt.

Wir dürfen dabei ruhig ernst sein. Wir müssen nicht zwanghaft lustig sein. Wir sind zwar eine Spaß machende, jedoch keine „Spaßgesellschaft“.

Nur wer traurig sein kann. Kann auch lachen, nur wer Trauer fühlt kann auch Freude empfinden. Nur mit Gefühl, mit Fühlsamkeit, werden wir andere verstehen.

So dürfen wir guten Gewissens hier stehen, um in der kalten Winterluft, in der kargen Landschaft unsere Gedanken zu ordnen, eingedenk unseres daseins, um im Vertrauen auf Gott zu beten:

Vater unser...

Zum 33-jährigen Jubiläum der Schwarzen Elf im Jahre 1987 stiftete Peter Lehmann von sich aus einen Spiegelorden in Gold.

Die Vorstandschaft beschäftigte sich mit dieser von ihr nicht bestellten Auszeichnung und erkannte sie schließlich offiziell an.


Der Spiegelorden in Gold sollte zur Erinnerung an Walter Zänglein unregelmäßig für besondere Verdienste verliehen werden. Trotzdem gab es in der Folgezeit lediglich zwei Preisträger: Sepp Ehrlitzer und Hans Driesel.

Warum der Preis danach nicht weiter verliehen wurde, ist unklar.
Heute wird er offiziell nicht mehr verliehen.

Weil man annahm, dass gerade bei der SKF Turn- und Tanzgruppe eine so hohe Fluktuation herrscht, dass die tanzenden Mädchen niemals auf elf Jahre Mitwirkung und somit auch nicht in den Genuss des Spiegelordens kommen, wurde für sie ab 1976 eine eigene Auszeichnung geschaffen.
Die (bereits seit 1971) offizielle Fünf-Mark-Gedenkmünze „Albrecht Dürer“ wurde gerahmt und mit einer Kette versehen.
Die Münze bekamen die Mädchen nach fünf Jahren aktiver Mitwirkung überreicht.
Der Orden wurde nicht mehr verliehen, als es die Gedenkmünzen nicht mehr zu kaufen gab.

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