Totengedenken 2004

„Der hat sein Leben am besten verbracht, der die meisten Menschen hat froh gemacht.“

Es ist normal und nicht ungewöhnlich, dass wir, noch dazu in dieser Jahreszeit, dabei eigentlich nur an den Fasching denken. Richtig ist es natürlich, denn unser Fasching, er soll den Menschen Freude, er soll sie ein Stück froh machen. Vergessen sollten wir dabei aber nicht, dass dies nicht nur im Fasching, nicht nur mit dem Bühnenerfolg zu machen ist. Menschen froh machen können wir auch innerhalb unserer Gemeinschaft, ohne dass wir auf der Bühne stehen, ohne dass wir den Bühnenerfolg an die oberste Stelle rücken. Oft können wir das eher durch das Gegenteil erreichen, nämlich gerade dass wir zugunsten eines Menschen auf den großen Erfolg verzichten, dass wir Schwächen akzeptieren und manchmal auch bewusst in Kauf nehmen, weil wir dadurch einen Menschen froh machen. Weil sich dieser Mensch freut dabei sein zu dürfen, auch wenn er keine Höchstleistung vollbringen kann.

Wir können Menschen froh machen, indem wir uns nicht mit zwischenmenschlichen Reibereien belästigen lassen, indem wir nachgeben, übersehen und Unzulänglichkeiten verzeihen. Der Gewinn den wir dabei erzielen ist um ein vielfaches höher als der, den wir hätten, wenn wir aus einer Prinzipienreiterei als vermeintlicher Sieger hervorgehen.

Wenn wir auf diese Art und Weise vorgehen, wenn wir so Menschen froh machen, im täglichen Umgang miteinander, dann ergibt sich vieles wie von alleine, dann entsteht echte Gemeinschaft, dann wächst Freundschaft.

Wir haben und hatten in unserer Gemeinschaft beide Sorten von Frohmachern, die auf der Bühne und auch die hinter der Bühne. Freunde zu deren Gedenken wir heute morgen hierhergekommen sind, um die Verstorbenen nicht zu vergessen, und um für uns klar zu machen, dass es zwischen all dem vordergründigen auch andere, wichtigere Dinge gibt.

Martin Luther hat gesagt:
Glaube ist eine lebendige, verwegene Zuversicht auf Gottes Gnade, dass er tausendmal dafür sterben würde. Und solche Zuversicht und Erkenntnis göttlicher Gnade macht fröhlich, trotzig und lustig gegen(über) Gott und alle Kreaturen; das wirkt der heilige Geist im Glauben.

Im Vertrauen auf diese Gnade Gottes, auf das wirken des Geistes auch unter uns beten wir:

Vater unser...

Zum 33-jährigen Jubiläum der Schwarzen Elf im Jahre 1987 stiftete Peter Lehmann von sich aus einen Spiegelorden in Gold.

Die Vorstandschaft beschäftigte sich mit dieser von ihr nicht bestellten Auszeichnung und erkannte sie schließlich offiziell an.


Der Spiegelorden in Gold sollte zur Erinnerung an Walter Zänglein unregelmäßig für besondere Verdienste verliehen werden. Trotzdem gab es in der Folgezeit lediglich zwei Preisträger: Sepp Ehrlitzer und Hans Driesel.

Warum der Preis danach nicht weiter verliehen wurde, ist unklar.
Heute wird er offiziell nicht mehr verliehen.

Weil man annahm, dass gerade bei der SKF Turn- und Tanzgruppe eine so hohe Fluktuation herrscht, dass die tanzenden Mädchen niemals auf elf Jahre Mitwirkung und somit auch nicht in den Genuss des Spiegelordens kommen, wurde für sie ab 1976 eine eigene Auszeichnung geschaffen.
Die (bereits seit 1971) offizielle Fünf-Mark-Gedenkmünze „Albrecht Dürer“ wurde gerahmt und mit einer Kette versehen.
Die Münze bekamen die Mädchen nach fünf Jahren aktiver Mitwirkung überreicht.
Der Orden wurde nicht mehr verliehen, als es die Gedenkmünzen nicht mehr zu kaufen gab.

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