Totengedenken 2014

Liebe Freunde,

wir treffen uns heute wieder, es ist unser jährliches Treffen am Grab von Walter Zänglein. Wir wollen damit ein Zeichen setzen. Ein Zeichen, das uns allen, vor allem für unsere Faschingsgemeinschaft, aber auch nach außen hin zeigt, wie wertvoll uns Gemeinschaft, wie wertvoll uns ein gelungenes Miteinander ist.

Nietzsche hat einmal gesagt: Schön ist´s miteinander lachen, schön ist´s miteinander schweigen.

Das beschreibt, so meine ich, ganz gut was uns derzeit, neben all dem lustigen Faschingstrubel in und um die Stadthalle herum, bewegt. Uns aber auch gleichzeitig hier her finden lässt. Eine Gemeinschaft, ein echtes Miteinander lebt nicht nur von der Gaudi, vom Riesenrummel alleine. Es bestimmt nicht nur das oberflächliche laute Lachen und Schulterklopfen das Schöne! Ein wahres Miteinander zeigt sich auch im miteinander schweigen, im für einander da sein und ganz bestimmt auch im Aneinander denken.

Die Schwarze Elf lebt nun schon seit 60 Jahren. Eine wahre Leistung für einen Faschingsverein. 60 Jahre und wie wir uns heuer im Motto selbst bestätigt haben: ´S wird immer schönner!

Es wird schöner, aber bestimmt nicht weil wir uns jährlich alle lauthals und lustig um den Hals fallen. Nein, ich meine das Geheimnis unserer Gemeinschaft liegt viel tiefer. Von Anfang an hat ein christliches Familienbild mehr oder weniger direkt unsere Gemeinschaft geprägt. Begleitet von den Ideen und Gedanken Adolf Kolpings. Dazu gehört es auch, die Gemeinschaft in christlicher Hoffnung abzurunden; sich an die Menschen erinnern, sich bei den Menschen bedanken, die uns diese Gemeinschaft geschaffen und die uns in dieser Gemeinschaft begleitet haben. Nicht einfach vergessen, wer nicht mehr da ist, sondern vielmehr an alle diejenigen denken, die uns genau dieses familiäre Denken in die Wiege gelegt haben.

Lasst uns deshalb an unsere verstorbenen Wegbegleiter denken, und ihnen im Gebet danken, dass wir heute hier sein können.

Beten wir gemeinsam: Vater unser …

Zum 33-jährigen Jubiläum der Schwarzen Elf im Jahre 1987 stiftete Peter Lehmann von sich aus einen Spiegelorden in Gold.

Die Vorstandschaft beschäftigte sich mit dieser von ihr nicht bestellten Auszeichnung und erkannte sie schließlich offiziell an.


Der Spiegelorden in Gold sollte zur Erinnerung an Walter Zänglein unregelmäßig für besondere Verdienste verliehen werden. Trotzdem gab es in der Folgezeit lediglich zwei Preisträger: Sepp Ehrlitzer und Hans Driesel.

Warum der Preis danach nicht weiter verliehen wurde, ist unklar.
Heute wird er offiziell nicht mehr verliehen.

Weil man annahm, dass gerade bei der SKF Turn- und Tanzgruppe eine so hohe Fluktuation herrscht, dass die tanzenden Mädchen niemals auf elf Jahre Mitwirkung und somit auch nicht in den Genuss des Spiegelordens kommen, wurde für sie ab 1976 eine eigene Auszeichnung geschaffen.
Die (bereits seit 1971) offizielle Fünf-Mark-Gedenkmünze „Albrecht Dürer“ wurde gerahmt und mit einer Kette versehen.
Die Münze bekamen die Mädchen nach fünf Jahren aktiver Mitwirkung überreicht.
Der Orden wurde nicht mehr verliehen, als es die Gedenkmünzen nicht mehr zu kaufen gab.

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