Totengedenken 2016

Wir haben uns heute wieder einmal getroffen, um gerade in dieser Zeit, die für uns am intensivsten, am mit Terminen und, wie man heute so schön sagt „To Do’s“ vollbepacktesten ist, zu treffen. Wir wollen uns treffen, um unserer Verstorbenen zu gedenken. Einen Moment die Zeit anhalten, alles Anstehende in den Hintergrund treten zu lassen, für einen Moment in der Andacht verharren und uns bewusst denen nähern, die heute nicht mehr da sind.

Es sind nicht diejenigen, die nicht da sind, weil sie keine Zeit hätten, nicht weil anderes zu erledigen wäre, nicht weil sie vielleicht verreist oder weggezogen wären. Es sind diejenigen, die diese Welt verlassen haben für immer, endgültig. Gerade in unserer Zeit ist es schwierig sich mit dieser Endgültigkeit abzufinden, endgültig ist ein unbeliebtes Wort, in einer Zeit des „Geht nicht, gibt‘s nicht“.

Aber wie können wir mit dieser Endgültigkeit umgehen, einer Endgültigkeit, die wie in Beton gegossen als riesige Wand vor uns steht?

Ich denke ein ganz entscheidender Teil ist dieses Gedenken, oder um es moderner auszudrücken, dieses Erinnern, das wir pflegen.

Dem großen Staatsmann Cicero wird der Satz zugeschrieben, vor über 2000 Jahren gesagt, auch das ist beachtlich:

Das Bewusstsein eines erfüllten Lebens
und die Erinnerung an viele schöne Stunden
sind das größte Glück auf Erden

So wollen wir uns heute erinnern an viele schöne Stunden mit denen, die uns vorausgegangen sind. Das müssen nicht die großen Geschehnisse auf der Bühne sein, vielmehr sind es doch allzu oft die kleinen Momente am Rande, die uns näher zusammenbringen, die uns in Erinnerung bleiben.

So wollen wir in diesem Jahr auch besonders unserem Bruno Wawrzik und Ludwig senior, dem Paul’s Vadder, gedenken.

Ich bin der Überzeugung, dass wir durch dieses Erinnern und Gedenken, auch diese Grenze ins Jenseitige ein wenig überbrückbar machen, dass wir uns wieder näher sind.

Gestern, als diese turbulente Sitzung mit Totalstromausfall vorbei war, habe ich mir gedacht, was hätten wohl unsere beiden alten Herren dazu gesagt? Sie wären wahrscheinlich sitzen geblieben, hätten gestaunt, hätten sich daran gefreut wie hier alle wie ein großes Ganzes zusammengewirkt haben.

Ein weiterer Ausspruch wird Cicero zugeschrieben:

Einen sicheren Freund erkennt man in einer unsicheren Situation.

Gestern haben alle als sichere Freunde bestens zusammengewirkt, gestern hat der Geist gewirkt, in dem auch unsere beiden Verstorbenen in ihrem Leben gewirkt haben. Und so haben wir eine große Verbindung geschaffen, hier untereinander und bestimmt auch zu allen, die vor uns waren. In diesem Gedenken an ein Wirken, auch über den Tod hinaus wollen wir beten:

Vater unser …

Zum 33-jährigen Jubiläum der Schwarzen Elf im Jahre 1987 stiftete Peter Lehmann von sich aus einen Spiegelorden in Gold.

Die Vorstandschaft beschäftigte sich mit dieser von ihr nicht bestellten Auszeichnung und erkannte sie schließlich offiziell an.


Der Spiegelorden in Gold sollte zur Erinnerung an Walter Zänglein unregelmäßig für besondere Verdienste verliehen werden. Trotzdem gab es in der Folgezeit lediglich zwei Preisträger: Sepp Ehrlitzer und Hans Driesel.

Warum der Preis danach nicht weiter verliehen wurde, ist unklar.
Heute wird er offiziell nicht mehr verliehen.

Weil man annahm, dass gerade bei der SKF Turn- und Tanzgruppe eine so hohe Fluktuation herrscht, dass die tanzenden Mädchen niemals auf elf Jahre Mitwirkung und somit auch nicht in den Genuss des Spiegelordens kommen, wurde für sie ab 1976 eine eigene Auszeichnung geschaffen.
Die (bereits seit 1971) offizielle Fünf-Mark-Gedenkmünze „Albrecht Dürer“ wurde gerahmt und mit einer Kette versehen.
Die Münze bekamen die Mädchen nach fünf Jahren aktiver Mitwirkung überreicht.
Der Orden wurde nicht mehr verliehen, als es die Gedenkmünzen nicht mehr zu kaufen gab.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner