Totengedenken 2017


Wieder einmal stehen wir heute hier, in dieser rauhen Umgebung, wieder einmal nach einer langen Nacht früh aufgestanden, wieder einmal hier, um in einer Zeit, die prall ist von Gegenwart, die uns verpflichtet für die nahe Zukunft, die uns verführt und verlockt mit Ideen für das Zukünftige, wieder einmal hier, um in einer solchen Zeit, der Vergangenheit Raum zu geben.


Raum in unseren Gedanken, Raum in unseren Erinnerungen.

Raum geben der Vergangenheit in Form von Personen, Menschen, Freunden, Wegbegleitern.

Raum geben heißt schenken. Wir müssen diese Raumzeit nicht abtreten, niemand hat einen Anspruch darauf, wir tun es freiwillig, wir wollen es, wir schenken!

Der Christliche Autor und Liedermacher Gerhard Schöne hat es im Anfang zu einem Gedicht so formuliert:

Sind Freunde da, so schenke ein!
Leg was Du hast in ihre Mitte.
Durchs Schenken wird man reich allein.


Wir sind heute da, weil wir uns mit diesem Gedenken bedanken wollen bei all jenen unserer Gemeinschaft, die nicht mehr unter uns sind. Die aber Wege, lange Wege und kürzere, steilere und unwegsame, schöne und auch schwere, mit uns gemeinsam gegangen sind und die den einen, den letzten Weg uns voraus sind.

Denn alle, egal welches Stück Weges sie uns begleitet haben, sie alle haben eines gemeinsam: Sie haben uns etwas geschenkt, vorbehaltlos, ohne Bedingungen, sich eingebracht.

Dafür wollen wir heute Danke sagen und es nicht vergessen.
Nicht vergessen für die Vergangenheit, denen gegenüber, die uns beschenkt haben.
Nicht vergessen aber auch für die Zukunft, für uns selbst, dass wir mit unserem Schenken nicht zaudern, nicht warten auf den vermeintlich günstigsten Augenblick, den angemessenen Anlass sondern einfach, schenken, weil es Freude macht, weil es reicher macht, immer.

Im Gedicht von Gerhard Schöne liest sich dies im Ganzen so:

Sind Freunde da, so schenke ein!
Leg was Du hast in ihre Mitte.
Durchs Schenken wird man reich allein.

Spar nicht mit Deinen guten Worten.
Wo man was totschweigt, schweige nicht.
Und wo nur leeres Stroh gedroschen,
Da hat dein großes Wort Gewicht!

Spar Deine Liebe nicht am Tage
für paar Minuten in der Nacht.
Hol sie aus ihrer Dunkelkammer,
dann zeigt sie ihre Blütenpracht.

Spar Deinen Mut nicht auf für später,
wenn Du mal „was ganz Großes“ bist
Dein kleiner Mut hilft allen weiter,
weil täglich Mut vonnöten ist.

Spar Deinen Wein nicht auf für morgen.
Sind Freunde da, so schenke ein!
Leg, was Du hast in ihre Mitte.
Durch’s Schenken wird man reich allein.


So wollen wir unserer Toten Gedenken und uns der Gegenwart und unserer Freunde freuen und beten für alle:

Vater Unser…

Zum 33-jährigen Jubiläum der Schwarzen Elf im Jahre 1987 stiftete Peter Lehmann von sich aus einen Spiegelorden in Gold.

Die Vorstandschaft beschäftigte sich mit dieser von ihr nicht bestellten Auszeichnung und erkannte sie schließlich offiziell an.


Der Spiegelorden in Gold sollte zur Erinnerung an Walter Zänglein unregelmäßig für besondere Verdienste verliehen werden. Trotzdem gab es in der Folgezeit lediglich zwei Preisträger: Sepp Ehrlitzer und Hans Driesel.

Warum der Preis danach nicht weiter verliehen wurde, ist unklar.
Heute wird er offiziell nicht mehr verliehen.

Weil man annahm, dass gerade bei der SKF Turn- und Tanzgruppe eine so hohe Fluktuation herrscht, dass die tanzenden Mädchen niemals auf elf Jahre Mitwirkung und somit auch nicht in den Genuss des Spiegelordens kommen, wurde für sie ab 1976 eine eigene Auszeichnung geschaffen.
Die (bereits seit 1971) offizielle Fünf-Mark-Gedenkmünze „Albrecht Dürer“ wurde gerahmt und mit einer Kette versehen.
Die Münze bekamen die Mädchen nach fünf Jahren aktiver Mitwirkung überreicht.
Der Orden wurde nicht mehr verliehen, als es die Gedenkmünzen nicht mehr zu kaufen gab.

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